Seite drucken
 
 
Neue Wohnformen :
 
 
Die demografische Herausforderung in den ländlichen Räumen und ihren Gemeinden ist gewaltig: Eine zunehmende Überalterung aufgrund geringer Geburtenzahlen und steigender Lebenserwartung, einhergehend mit einer wachsenden Pflegbedürftigkeit, die Änderungen in der Bevölkerungs- und Erwerbsstruktur, die Auflösung traditioneller Mehrgenerationenfamilien führen zwangsläufig zu Vereinsamung „zurückbleibender“, zumeist überalternder Bevölkerungsschichten, zu Verlust gesellschaftlicher Beziehungen und Nachbarschaften.

Begleitet wird dieser Prozess durch eine fortschreitende Verödung und Entleerung von Ortskernen bis hin zur Entwicklung ganzer Siedlungen zu Schlafdörfern. Auf politischer Ebene wird bundesweit diesem Trend mit Modellprogrammen entgegen gearbeitet. Rheinland-Pfalz verfolgt mit dem im Februar 2006 konstituierten Kooperationsforum „Gemeinschaftlich Wohnen in einer Gesellschaft des längeren Lebens“ das Ziel, neue Wohnformen für ein langes und selbst bestimmtes Leben zu fördern.

Mit unserer kürzlich gegründeten „arge Neue Wohnformen“ entwickeln wir Konzepte für gemeinschaftliches Wohnen in einer älter werdenden Gesellschaft und treiben Projekte voran. Unsere Dienstleistungen zur Beratung und Projektentwicklung auf regionaler Ebene erbringen wir in Kooperation mit dem Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V.

Unter anderem wirken wir im Bundesmodellprogramm „Neues Wohnen – Beratung und Kooperation für mehr Lebensqualität im Alter“ mit. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz wurde mit Modellprojekt „Kompetenznetzwerk Wohnen – Neue Formen der mobilen Beratung“ ausgewählt.

In der Schwerpunktgemeinde Hillscheid sollen im Rahmen der Ortskernsanierung und Dorfmittelpunktbelebung die Voraussetzungen für ein „Wohnen bleiben im Dorf“ geschaffen werden.